WIG-Stichlochschweißen von Baustahl


Förderkennzeichen: 49MF190043
Projektlaufzeit: 31.08.2019 bis 30.11.2021

WIG-Stichlochschweißen von Baustahl

Das Projekt beschäftigt sich mit dem Einfluss der stofflichen Zusammensetzung von Baustählen auf die Prozessstabilität und die Nahteigenschaften beim WIG-Stichlochschweißen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf dem Phosphor- und Schwefelgehalt der Stähle. Die Schweißungen sollen einlagig und ohne zusätzliche Nahtvorbereitung nach dem Trennen durchgeführt werden.

In den experimentellen Untersuchungen bis Blechdicke 8 mm kommen die Werkstoffe S355JR (1.0045) und S355J2 (1.0570) sowie ein thermomechanisch gewalzter S460 NL (1.8903) zum Einsatz.

Der Fokus liegt hierbei auf dem S355 mit verschiedenen Schwefelgehalten. Diese haben großen Einfluss auf das schweißtechnische Verhalten und die daraus resultierende möglicherweise erhöhte Rissanfälligkeit.

Besonderes Augenmerk bei den Heißdrahtversuchen wird auf den Nachweis zur Einsetzbarkeit beim Fügen von Stumpfverbindungen gelegt. Wichtig sind hierbei Fragen zur Schweißgeschwindigkeit und zur reduzierten Wärmeeinbringung. Unterwölbungen und Kerben, die bei steigender Schweißgeschwindigkeit entstehen, sollen durch das optimierte Verfahren vermieden werden. Aus diesem Grund werden im Projekt auch die sich ergebenden Nahteigenschaften und -ausformung genauer betrachtet werden.