Neue Anlagen am ifw Jena

Das ifw Jena kann zwei neue Anlagen in Betrieb nehmen: Im Rahmen einer Förderung im Förderprogramm INNO-KOM des BMWi wurden im Werkstoffprüflabor ein neues Rasterelektronenmikroskop der Firma JEOL sowie eine neue Anlage zur dynamischen Durchführung von Ermüdungsfestigkeitsuntersuchungen der Firma ZwickRoell installiert.

Mit den geförderten Investitionen kann das Werkstoffprüflabor seine Möglichkeiten in der zerstörenden und der zerstörungsfreien Prüfung erweitern.

Das Rasterelektronenmikroskop JSM-IT500LA ermöglicht Vergrößerungen von 5- bis 300.000-fach. Mit seiner SE-Auflösung von 3 nm können auch kleinste Details in Proben detektiert werden. Nichtleitfähige Materialien wie Keramiken können mit dem neuen REM und der Möglichkeit, im Niedervakuumbereich bis 650 Pa zu arbeiten, ebenso untersucht werden.

Die dynamische Zug- und Druck-Prüfanlage Vibrophore 250 kN der Firma ZwickRoell zeichnet sich neben dem Lastbereich von 250 kN auch durch einen Frequenzbereich von 35 bis 285 Hz aus. Für die Anwendung am ifw Jena wurden außerdem zusätzliche Sonderlösungen geschaffen. So ist es mit der neuen Anlage auch möglich, im unteren Kraftbereich von 100 kN noch genaue Messdaten zu erhalten. Eine weitere Besonderheit des Prüfsystems ist, mit Hilfe des makroXtens-Extensometer Prüfungen bis zum Versagen der Probe durchzuführen ohne das Extensometer abzusetzen. Dadurch können gezieltere Längenänderungen an der Probe gemessen und damit Materialeigenschaften genauer bestimmt werden.

Mit den neuen Anlagen ist das Werkstoffprüflabor am ifw Jena ideal für kommende Forschungstätigkeiten gerüstet und wird in die Lage versetzt, aktuelle und zukünftige Forschungsprojekte im Bereich der Additiven Fertigung, der Lasermaterialbearbeitung, der Klebtechnik und des Diffusionsschweißens optimal zu unterstützen.

Rasterelektronenmikroskop JSM-IT500LA

Dynamische Zug- und Druck-Prüfanlage Vibrophore 250 kN

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