Goldschätze unterm Mikroskop

Mit einer besonderen Prüfaufgabe wandten sich die Kustodinnen der Heidecksburg in Rudolstadt, Dr. Sandy Reinhard und Sabrina Lüderitz an das Werkstoffprüflabor des ifw Jena: im Rahmen einer Ausstellungsvorbereitung ließen sie verschiedene Gold- und Gesteinsfunde prüfen. Dabei ging es vor allem darum, Mikroskop-Aufnahmen von Goldproben anzufertigen, um den Ausstellungsbesuchern einen neuen Blickwinkel auf die teilweise sehr kleinen Ausstellungsstücke zu ermöglichen.

Die Anlagentechnik im Werkstoffprüflabor des ifw Jena erlaubt eine völlig neue Perspektive auf die Ausstellungsstücke. Mit Lichtmikroskop und Rasterelektronenmikroskop lassen sich Details an den Proben und Fundstücken ausmachen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Durch die im Rasterelektronenmikroskop integrierte Elementanalyse (EDX) können die Prüfstücke außerdem auf ihre chemische Zusammensetzung hin überprüft und beispielsweise deren Goldanteil festgestellt werden.

Die Bilder und Analysen, die so entstanden sind, liefern faszinierende Einblicke für die Ausstellung, die unter anderem Stücke aus der Naturaliensammlung des Fürsten Friedrich Karl enthalten, der um 1790 das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt regierte. 

Die Sonderausstellung "Steinreich. Goldschätze der geologischen Sammlung" kann vom 12. April 2019 bis 5. Januar 2020 auf der Heidecksburg besucht werden.

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